Ausschreibung: Dienstleistungen von Bibliotheken und Archiven - D-Bonn
Dienstleistungen von Bibliotheken und Archiven
Mikroverfilmung
Dokument Nr...: 260860-2010 (ID: 2010090204100820137)
Veröffentlicht: 02.09.2010
*
BEKANNTMACHUNG
Dienstleistungsauftrag
ABSCHNITT I: ÖFFENTLICHER AUFTRAGGEBER
I.1) NAME, ADRESSEN UND KONTAKTSTELLE(N)
Beschaffungsamt des BMI
St. Augustiner Str. 86
Kontakt: ReferatB 1
z. H. Katja Adolphs
53225 Bonn
DEUTSCHLAND
Tel. +49 22899610-1030
E-Mail: katja.adolphs@bescha.bund.de
Fax +49 2289910610-1030
Internet-Adresse(n)
Hauptadresse des Auftraggebers www.beschaffungsamt.de
Weitere Auskünfte erteilen: die oben genannten Kontaktstellen
Verdingungs-/Ausschreibungs- und ergänzende Unterlagen (einschließlich
Unterlagen für den wettbewerblichen Dialog und ein dynamisches
Beschaffungssystem) sind erhältlich bei: Dieses Verfahren wird
elektronisch + konventionell (in Papierform) durchgeführt (s.
Erläuterungen unter VI. Sonstige Informationen)! Anforderung der
Unterlagen entweder via Download über e-Vergabe-Plattform des Bundes,
www.evergabe-online.de oder konventionell beim Beschaffungsamt des BMI
(Versendung in Papierform)
St. Augustiner Str. 86
z. H. Beschaffungsamt des BMI -Koordinierungsstelle Beschaffung-, Gz.: B
1.30 - 9628/10/VV: 1
53225 Bonn
DEUTSCHLAND
Angebote/Teilnahmeanträge sind zu richten an: Dieses Verfahren wird
elektronisch + konventionell (in Papierform) durchgeführt (s.
Erläuterungen unter VI. Sonstige Informationen)! Angebotsabgabe entweder
über e-Vergabe-Plattform des Bundes, www.evergabe-online.de oder in
Papierform beim Beschaffungsamt des BMI
St. Augustiner Str. 86
Kontakt: -Angebotssammelstelle-
z. H. B 1.30 - 9628/10/VV: 1
53225 Bonn
DEUTSCHLAND
I.2) ART DES ÖFFENTLICHEN AUFTRAGGEBERS UND HAUPTTÄTIGKEIT(EN)
Ministerium oder sonstige zentral- oder bundesstaatliche Behörde
einschließlich regionaler oder lokaler Unterabteilungen
Allgemeine öffentliche Verwaltung
Der öffentliche Auftraggeber beschafft im Auftrag anderer öffentlicher
Auftraggeber Nein
ABSCHNITT II: AUFTRAGSGEGENSTAND
II.1) BESCHREIBUNG
II.1.1) Bezeichnung des Auftrags durch den Auftraggeber
Bestandserhaltung von Archivgut.
II.1.2) Art des Auftrags sowie Ort der Ausführung, Lieferung bzw.
Dienstleistung
Dienstleistungsauftrag
Dienstleistungskategorie: Nr. 27
Hauptort der Dienstleistung Abholung und Rücklieferung des Archivgutes in
bzw. nach Berlin. Für Besprechungen besteht Präsenzpflicht in Berlin,
Details s. Verdingungsunterlagen.
II.1.3) Gegenstand der Bekanntmachung
Öffentlicher Auftrag
II.1.5) Kurze Beschreibung des Auftrags oder Beschaffungsvorhabens
Bei der Gesamtleistung handelt es sich um Konservierungsleistungen zur
Bestandserhaltung von Archivgut der Bundesbeauftragten für die Unterlagen
des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (BStU). Der gesamte
Bestand von ca. 207 lfm. soll mittels Einzelblattverfahren entsäuert und
mit einer alkalischen Reserve (Pufferung) versehen werden. Das Schriftgut
soll zur Verbesserung der Flexibilität und Verfestigung nachgeleimt
werden.
Vor der Entsäuerung sind insgesamt ca. 157 lfm. des Bestandes zusätzlich
mikrozuverfilmen und auf Sicherungsfilm bereitzustellen. Von diesem
Sicherungsfilm (Masterfilm) ist außerdem ein Diazoduplikat (Arbeitskopie)
zu erstellen. Die Qualitätssicherung, die Dokumentation und
Protokollierung je Bearbeitungscharge erfolgt hierbei durch den
Auftragnehmer. Der Transport (Abholung und Anlieferung des Archivgutes)
erfolgt ebenfalls durch den Auftragnehmer. Desweiteren gehören zusätzliche
Leistungen wie Vor- und Nachbereitungsarbeiten (u. a. Auspacken, Sichten
und die Selektion der zu behandelnden Unterlagen, sowie das spätere
Kollationieren), Paginieren, Bypass-Arbeiten (u. a. Heftung lösen,
Entmetallisieren, Knicke glätten, Sichern von losen Teilen, Entfernen von
Klebestreifen), Verpacken und die Erstellung einer Bearbeitungsliste
(Kennzeichnung).
Die BStU stellt die Unterlagen in Abstimmung mit dem Auftragnehmer
sukzessive in Archivkartons auf Paletten bereit. Eine Palette soll nicht
länger als vier Wochen außer Haus sein. Mit der Leistungserbringung kann
unmittelbar nach Zuschlagserteilung begonnen werden (voraussichtlich im
Januar 2011, gg. früher). Der Abschluss aller Leistungen (inkl.
Rechnungsstellung) muss bis zum 31.10.2011 erfolgt sein.
Da es sich bei dem Bestand um Geheimdienstunterlagen handelt, die zum Teil
hochsensible Informationen über Personen enthalten und diese Unterlagen
besonders schutzwürdig sind, ist es für die Leistungserbringung
erforderlich den Auftragnehmer bzw. die beteiligten Mitarbeiter gem.
Niederschrift über die Verpflichtung zur Geheimhaltung nach
Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und Stasi-Unterlagen-Gesetz (StUG) zu
verpflichten. Die Verpflichtung erfolgt nach Zuschlagserteilung durch die
Datenschutzbeauftragte der BStU.
Ferner gilt der zusammen mit dem Angebot eingereichte Maßnahmenkatalog
nach § 40 Stasiunterlagengesetz (StUG), welcher den Verdingungsunterlagen
beigefügt ist.
Details s. Verdingungsunterlagen.
II.1.6) Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
92510000, 79961330
II.1.7) Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen (GPA):
Ja
II.1.8) Aufteilung in Lose
Nein
II.1.9) Varianten/Alternativangebote sind zulässig:
Nein
II.2) MENGE ODER UMFANG DES AUFTRAGS
II.2.1) Gesamtmenge bzw. -umfang
Der Gesamtbestand, welcher vom Auftragnehmer zu bearbeiten ist, umfasst
insgesamt ca. 207 lfm. Archivgut in unterschiedlichem Erhaltungszustand.
Ca. 157 lfm hiervon sind zusätzlich zur Entsäuerung auch mikrozuverfilmen.
Darüberhinaus sind bezogen auf den Gesamtbestand der Transport und
zusätzliche Leistungen weitere Leistungsbestandteile (s. auch unter II
1.5).
II.2.2) Optionen
Nein
ABSCHNITT III: RECHTLICHE, WIRTSCHAFTLICHE, FINANZIELLE UND TECHNISCHE
INFORMATIONEN
III.1) BEDINGUNGEN FÜR DEN AUFTRAG
III.1.1) Geforderte Kautionen und Sicherheiten
Keine Kautionen oder Sicherheiten erforderlich.
III.1.2) Wesentliche Finanzierungs- und Zahlungsbedingungen bzw. Verweis
auf die maßgeblichen Vorschriften (falls zutreffend)
Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Beschaffungsamt des BMI
vom 1.7.2009 und die Allgemeinen Vertragsbedingungen für die Ausführung
von Leistungen - VOL/B, Ausgabe 2003.
III.1.3) Rechtsform der Bietergemeinschaft, an die der Auftrag vergeben
wird
Ein Angebot von Arbeitsgemeinschaften und anderen gemeinschaftlichen
Bietern findet nur Berücksichtigung, wenn in dem Angebot jeweils alle
Mitglieder genannt sind und ein Mitglied als bevollmächtigter Vertreter
für den Abschluss und die Durchführung des Vertrages benannt ist. Außerdem
müssen sich die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft für alle im
Zusammenhang mit dem Vertrag entstehenden Verbindlichkeiten zur
gesamtschuldnerischen Haftung verpflichten.
III.2) TEILNAHMEBEDINGUNGEN
III.2.1) Persönliche Lage des Wirtschaftsteilnehmers sowie Auflagen
hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der
Auflagen zu überprüfen: Mit dem Angebot ist die Anlage "Eigenerklärung zur
Zuverlässigkeit" ausgefüllt und unterschrieben/elektronisch signiert
einzureichen. Die Anlage liegt den Verdingungsunterlagen als Vordruck bei.
III.2.2) Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der
Auflagen zu überprüfen: Mit dem Angebot ist die Anlage "Angaben zur
Unternehmensgröße und -umsatz" ausgefüllt und elektronisch signiert
einzureichen. Die Anlage liegt den Verdingungsunterlagen als Vordruck bei.
Möglicherweise geforderte Mindeststandards Bei Fehlen der unter III.2.1)
und III.2.2) genannten Anlagen behält sich die Vergabestelle vor, diese
ggf. einmalig nachzufordern, sofern keine sonstigen formalen Fehler o. ä.
als zwingende Ausschlussgründe vorliegen. Das Angebot wird ausgeschlossen,
sofern die Unterlagen trotz Nachforderung nicht vollständig sind und somit
eine Beurteilung der Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit des
Bieters (§ 2 Nr. 3 VOL/A) nicht umfänglich erfolgen kann.
III.2.3) Technische Leistungsfähigkeit
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der
Auflagen zu überprüfen:
1. Unternehmensdarstellung
Dem Angebot ist eine Unternehmensdarstellung beizufügen, die u. a. nähere
Informationen über das Leistungsspektrum, die technische Ausstattung und
die zur Verfügung stehenden Kapazitäten des Bieters liefert.
2. Referenzen
Vom Bieter sind zwei mit dem Ausschreibungsgegenstand vergleichbare
Referenzobjekte zu benennen (Aufträge mit möglichst ähnlichem
Auftragsvolumen und mit vergleichbarem Leistungsumfang Entsäuerung inkl.
Nachleimung, Mikroverfilmung, Transport, Zusatzleistungen). Der Zeitraum
der Leistungserbringung für die benannten Referenzen darf nicht länger als
drei Jahre zurückliegen (Bezugswert 1.9.2010). Für die Referenzen ist
zwingend der Vordruck Referenzobjekte zu verwenden, der den Unterlagen
beigefügt ist.
3. Team
Des Weiteren gehört auch die Benennung und Vorstellung der zur
Leistungserbringung vorgesehenen Mitarbeiter (Team) zu den einzureichenden
Nachweisen (benannte Ansprechpartner zzgl. der ggf. weiteren Mitarbeiter,
die konkret an der Leistungserbringung beteiligt sind - jeweils inkl.
Angabe der Qualifikationen aller Beteiligten).
4. Verfahrensbeschreibungen
Darüber hinaus sind Beschreibungen über das Entsäuerungsverfahren und das
Verfahren der Mikroverfilmung, welche zur Leistungserbringung eingesetzt
werden, ausführlich und aussagekräftig bezogen auf die gestellten
Anforderungen der Leistungsbeschreibung als Nachweis beizufügen.
5.Versicherungsnachweise
Zudem ist dem Angebot ein Nachweis beizufügen, der belegt, dass eine
ausreichende Haftpflicht- und Transportversicherung für das Unternehmen
(Bieter) besteht.
Zu belegen ist eine geschäftsübliche Betriebshaftpflichtversicherung mit
einer Deckungssumme von 1 000 000 EUR. für Sach- und Vermögensschäden. Die
Höhe der Deckungssumme ergibt sich aus der Gesamtmenge an Archivgut (ca. 5
Tonnen). Für die Bearbeitung wird dabei ein pauschaler Versicherungswert
von EUR 100. pro Kilogramm Archivgut festgelegt (Tätigkeitsschaden). Der
Versicherungswert für den Transport beträgt grundsätzlich 400,- EUR pro
Kilogramm Archivgut. Die Betriebshaftpflichtversicherung soll eine
gesonderte Transportversicherung enthalten bzw. muss eindeutig das
Transportrisiko abdecken.
6. Nachweise Geheimhaltung/Datenschutz
Der Auftragnehmer hat die datenschutzrechtliche Sensibilität des Materials
zu beachten und darzulegen, welche Maßnahmen er zur diesbezüglichen
Umsetzung beabsichtigt. Dazu ist mit Abgabe des Angebots der
Maßnahmenkatalog nach § 40 StUG vollständig ausgefüllt und
unterschrieben einzureichen (liegt den Verdingungsunterlagen bei).
Darüber hinaus erklärt sich der Bieter bereit, dass für die an der
Leistungserbringung beteiligten Mitarbeiter nach Zuschlagserteilung eine
Verpflichtung durch die BStU gem. der Anlage Niederschrift über die
Verpflichtung zur Geheimhaltung nach Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und
Stasi-Unterlagen-Gesetz (StUG) erfolgt.
Bei Fehlen der unter 1) - 6) genannten Eignungsnachweise behält sich die
Vergabestelle vor, diese ggf. einmalig nachzufordern, sofern keine
sonstigen formalen Fehler o. ä. als zwingende Ausschlussgründe vorliegen.
Das Angebot wird ausgeschlossen, sofern die Unterlagen trotz Nachforderung
nicht innerhalb einer angemessenen Frist vollständig sind und somit eine
Beurteilung der Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit des
Bieters (§ 2 Nr. 3 VOL/A) nicht umfänglich erfolgen kann.
Möglicherweise geforderte Mindeststandards
s. Vorgaben zur Austattung "Mikroverfilmung": Für den Leistungsbestandeil
Mikroverfilmung ist nachzuweisen, dass der Bieter über die geeignete
Technische Ausstattung z.B. Schrittschaltkamera - verfügt und die
fachgerechte Entwicklung und Duplizierung der Filme im angeschlossenen
hauseigenen Labor stattfindet.
Mindestanforderung "Team": Als Mindestanforderung ist zu beachten und
nachzuweisen, dass im benannten Team mindestens ein Dipl. Restaurator an
der Leistungserbringung beteiligt ist. Die benannten Mitarbeiter sollten
mehrjährige Erfahrung in der Papierkonservierung / Restaurierung hier
vor allem mit der Entsäuerung und der Mikroverfilmung - haben. Angaben
hierzu sind auf gesonderter Anlage mit dem Angebot einzureichen.
Ansonsten gilt, dass ein Angebot ausgeschlossen wird, sofern die
Unterlagen trotz Nachforderung nicht vollständig sind und somit eine
Beurteilung der Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit des
Bieters (§ 2 Nr. 3 VOL/A) nicht umfänglich erfolgen kann.
III.2.4) Vorbehaltene Aufträge
Nein
III.3) BESONDERE BEDINGUNGEN FÜR DIENSTLEISTUNGSAUFTRÄGE
III.3.1) Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen
Berufsstand vorbehalten
Nein
III.3.2) Juristische Personen müssen die Namen und die berufliche
Qualifikation der Personen angeben, die für die Ausführung der
betreffenden Dienstleistung verantwortlich sein sollen
Ja
ABSCHNITT IV: VERFAHREN
IV.1) VERFAHRENSART
IV.1.1) Verfahrensart
Offenes Verfahren
IV.2) ZUSCHLAGSKRITERIEN
IV.2.1) Zuschlagskriterien
Niedrigster Preis
IV.2.2) Es wird eine elektronische Auktion durchgeführt
Nein
IV.3) VERWALTUNGSINFORMATIONEN
IV.3.1) Aktenzeichen beim öffentlichen Auftraggeber
B 1.30 - 9628/10/VV: 1
IV.3.2) Frühere Bekanntmachungen desselben Auftrags
Nein
IV.3.3) Bedingungen für den Erhalt von Verdingungs-/Ausschreibungs- und
ergänzenden Unterlagen
Schlusstermin für die Anforderung von oder Einsicht in Unterlagen
13.10.2010 - 14:00
IV.3.4) Schlusstermin für den Eingang der Angebote bzw. Teilnahmeanträge
9.11.2010 - 11:30
IV.3.6) Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge
verfasst werden können
Deutsch.
IV.3.7) Bindefrist des Angebots
Bis 28.1.2011
ABSCHNITT VI: ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN
VI.1) DAUERAUFTRAG
Nein
VI.2) AUFTRAG IN VERBINDUNG MIT EINEM VORHABEN UND/ODER PROGRAMM, DAS AUS
GEMEINSCHAFTSMITTELN FINANZIERT WIRD
Nein
VI.3) SONSTIGE INFORMATIONEN
Weitere geforderte auftragsbezogene Nachweise:
1) Nachweis über Besichtigung des Archivgutes (Vordruck)
Vor Angebotsabgabe besteht für die Bieter ausdrücklich die Gelegenheit,
die Bestände vor Ort in Augenschein zu nehmen. Der den
Verdingungsunterlagen beigefügte Vordruck über die Besichtung ist
unterzeichnet (von BStU und vom Bieter) mit dem Angebot einzureichen (bei
elektronischer Angebotsabgabe bitte unterschrieben und ausgefüllt
einscannen und mit dem Angebot hochladen).
Für die Erstellung geeigneter Angebote wird eine Besichtigung des bei der
BStU in Berlin vorliegenden Archivgutes durch die Bewerber/Teilnehmer für
zwingend notwendig erachtet.
Das Fehlen des Nachweises über die Besichtigung des Archivgutes führt
daher zum Ausschluss des Angebotes.
2) Erstellung eines Terminplan/Zeitlicher Rahmen
Der zeitliche Umfang der Arbeiten für einen Entsäuerungszyklus mit den
übrigen geforderten Leistungen ist darzustellen. Zwecks Planung der
Bereitstellung des in der Nutzung befindlichen Archivgutes ist eine
realistische Schätzung des zeitlichen Aufwands (unter Berücksichtigung der
erforderlichen Fristen u.a. für Trocknungsphasen, zusätzliche Verfilmung)
für den Gesamtauftrag (ca. 207 lfm./ ca. 5000 kg) abzugeben.
Bei Fehlen oder Unvollständigkeit dieses Nachweises behält sich die
Vergabestelle vor, diesen ggf. einmalig nachzufordern, sofern das Angebot
alle übrigen Anforderungen erfüllt. Das Angebot wird ausgeschlossen,
sofern der Nachweis trotz Nachforderung nicht innerhalb einer angemessenen
Frist eingereicht wird. Details s. Verdingunsunterlagen.
Dieses Vergabeverfahren wird elektronisch und konventionell (in
Papierform) durchgeführt!
1.) Elektronisches Verfahren:
Voraussetzung für ihre Beteiligung ist die Verwendung einer zugelassenen
elektronischen Signatur und die Registrierung auf der e-Vergabeplattform
unter http://www.evergabe-online.de. Die zugelassenen Signaturen finden
Sie unter http://www.evergabe-online.info/signaturen. Sie erhalten
ausschließlich elektronische Vergabeunterlagen und können das Angebot und
die geforderten Nachweise nur elektronisch abgeben.
Wenn die geforderten Nachweise nicht elektronisch eingereicht werden
können, können diese auch per Briefpost eingereicht werden
(Beschaffungsamt des BMI, z. Hd. v. B 1.30, St. Augustiner Str. 86, 53225
Bonn).
2.) Konventionell (in Papierform):
Es wird in diesem Verfahren ausnahmesweise zugelassen, dass eine
Beteiligung am Verfahren auf konventionellem Weg erfolgt. D.h. die
Verdingungsunterlagen sind Papierform erhältlich und das Angebot kann
ebenfalls in Papierform eingereicht werden. Kontakt für die Anforderung
der Unterlagen und die Angebotsabgabe siehe unter I.1).
Betriebsbesichtigung im Rahmen des Vergabeverfahrens.
Die Auftraggeberin behält sich vor, bei den Bietern, die für den Zuschlag
in Betracht kommen ggf. eine Betriebsbesichtigung durchzuführen, um sich
von den zur Verfügung stehenden Kapazitäten zu überzeugen (Verifizierung
der mit dem Angebot eingereichten Nachweise/Angaben).
Die VOL/A 2006 findet auf dieses Vergabeverfahren Anwendung. Mit der
Abgabe des Angebotes unterliegt der Bieter den Bestimmungen über
nichtberücksichtigte Angebote (§ 27 VOL/A). Es gilt deutsches Recht.
VI.4) NACHPRÜFUNGSVERFAHREN/RECHTSBEHELFSVERFAHREN
VI.4.1) Zuständige Stelle für Nachprüfungsverfahren
Vergabekammer des Bundes beim Bundeskartellamt
Villemombler Straße 76
53123 Bonn
DEUTSCHLAND
E-Mail: info@bundeskartellamt.bund.de
Tel. +49 2289499-0
Internet: www.bundeskartellamt.de
Fax +49 2289499-400
VI.4.2) Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Unternehmen haben einen Anspruch auf Einhaltung der bieter- und
bewerberschützenden Bestimmungen über das Vergabeverfahren gegenüber dem
öffentlichen Auftraggeber, dem Beschaffungsamt des Bundesministeriums des
Innern (BeschA).
Sieht sich ein am Auftrag interessiertes Unternehmen durch Nichtbeachtung
von Vergabevorschriften in seinen Rechten verletzt, ist der Verstoß
unverzüglich beim BeschA zu rügen (§ 107 Abs. 3 Nr. 1 Gesetz gegen
Wettbewerbsbeschränkungen (GWB)). Verstöße, die aufgrund der
Bekanntmachung oder der Vergabeunterlagen erkennbar sind, müssen
spätestens bis zu der in der Bekanntmachung genannten Frist zur
Angebotsabgabe oder Bewerbung gegenüber dem BeschA geltend gemacht werden
(§ 107 Abs. 3 Nr. 2-3 GWB). Teilt das BeschA dem Unternehmen mit, seiner
Rüge nicht abhelfen zu wollen, so besteht die Möglichkeit innerhalb von 15
Tagen nach Eingang der Mitteilung einen Antrag auf Nachprüfung bei der
Vergabekammer zu stellen.
Bieter, deren Angebote für den Zuschlag nicht berücksichtigt werden
sollen, werden vor dem Zuschlag gemäß § 101a GWB darüber informiert. Ein
Vertrag darf erst 15 Kalendertrage nach Absendung dieser Information durch
das BeschA geschlossen werden; bei Übermittlung per Fax oder auf
elektronischem Wege beträgt diese Frist 10 Kalendertage. Sie beginnt am
Tag nach Absendung der Information durch das BeschA.
VI.5) TAG DER ABSENDUNG DIESER BEKANNTMACHUNG:
1.9.2010
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The Office for Official Publications of the European Communities
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